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	<title>Kiel-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-15T08:54:24Z</updated>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Emil_Lueken&amp;diff=66036</id>
		<title>Emil Lueken</title>
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		<updated>2024-12-29T13:31:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:DF:AF09:7600:F856:8ACA:A1B:3F5E: Hiller Lueken Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Emil Lueken.jpg|mini|Willi Langbein: &#039;&#039;„Oberbürgermeister Emil Lueken“&#039;&#039; (1957), [[Rathaus]]]]&lt;br /&gt;
Dr. &#039;&#039;&#039;Emil Heinrich Wilhelm Lueken&#039;&#039;&#039; (* [[20. März]] [[1879]] in Oldenburg; † [[20. März]] [[1961]] in Bremen) war ein deutscher Jurist und Politiker (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Oberbürgermeister]] von Kiel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/stadtgeschichte/ob/index.php &#039;&#039;Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister&#039;&#039;] auf kiel.de, abgerufen am 20. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP|Emil_Lueken}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Emil Lueken wurde als Kind des Seminaroberlehrers Johann Lueken und seiner Frau Anna Catharina Elise Eilers geboren. Nach dem Schulbesuch in Oldenburg studierte er ab 1897 Jura und Nationalökonomie. Besonders beeinflussten ihn die sozialliberalen Lehren Friedrich Naumanns und Max Webers, die er während seines Studiums an den Universitäten Göttingen und Heidelberg hörte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Göttingen trat er [[1897]] der Schwarzburgbund-Studentenverbindung &#039;&#039;Burschenschaft Germania&#039;&#039; bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Goebel, Hermann (Hrsg.): &#039;&#039;Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes.&#039;&#039; 8. Aufl., Frankfurt am Main 1930, S. 103 Nr. 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1900 bis zur Auflösung [[1903]] gehörte er außerdem der Partei &amp;quot;Nationalsozialer Verein&amp;quot; an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Studium schloss er im Herbst [[1900]] in Heidelberg mit der Promotion zum Dr. jur. ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 heirateten er und Frieda Cropp (1883–1970). Sie hatten vier Kinder, Hillert, Bernd, Claus und Reiner Lueken. [[Hillert Lueken]] wurde [[1937]] in Berlin von den [[NSDAP|Nationalsozialisten]] verhaftet und ermordet, weil er mit der jüdischen Künstlerin [[Lotti Huber|Lotte Goldmann]] zusammenlebte. &lt;br /&gt;
: &amp;quot;Hillert wurde, wie ich später erfuhr, im Gefängnis von einem Wärter aus bis heute noch nicht geklärten Ursachen hinterrücks erschossen. Sein Tod wurde als Selbstmord getarnt, aber als seine Leiche seinen Eltern übergeben wurde, zeigte sie einen Genickschuss.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Lotti: &#039;&#039;Diese Zitrone hat noch viel Saft! Ein Leben&#039;&#039; (München 1993), S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Lueken ist in seiner Geburtsstadt Oldenburg bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/stadtgeschichte/ob/oberbuergermeister_lueken.php &amp;quot;Biographie Emil Lueken&amp;quot;], zuletzt abgerufen 27. September 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf ===&lt;br /&gt;
[[1907]] wurde Emil Lueken Bürgermeister von Heppen, ab [[1911]] war er Bürgermeister und ab [[1917]] Oberbürgermeister der neu gebildeten Stadt Rüstringen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wilhelmshaven.de/stadtinfos/13145.htm Dr. Emil Lueken – Internetportal der Stadt Wilhelmshaven]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1920]] wurde er in dieselbe Position in Kiel gewählt, im März [[1933]] von den [[NSDAP|Nationalsozialisten]] abgesetzt. Trotzdem trat er im April des Jahres der NSDAP bei, aber &amp;quot;wohl kaum aus innerer Überzeugung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Freitag, Hans-Henning: &#039;&#039;Lueken, Emil Heinrich Wilhelm.&#039;&#039; In: Rothert, Hans-F. (Hg.): &#039;&#039;Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten&#039;&#039;, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verließ Kiel und war nach einem kurzen Zwischenspiel in Hamburg bis [[1943]] Direktor bei der Commerzbank in Bremen. Danach war er als Treuhänder für das Vermögen der National Securitas Corp. Ltd. London und der Royal Schreibmaschinen AG tätig. Nach dem Ende der [[NSDAP|NS-Herrschaft]] gehörte er von [[1945]] bis [[1951]] für die von ihm mitgegründete Bremer Demokratische Volkspartei (BDV) der Bremischen Bürgerschaft an. Die BDV wurde [[1951]] Teil der FDP.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP}}, abgerufen 27. September 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister von Kiel ===&lt;br /&gt;
Seine Erfahrungen dienten Emil Lueken, als er [[1920]] in einer Direktwahl durch die Kieler Bevölkerung zu deren Oberbürgermeister gewählt wurde. Der parteilose Lueken erwarb sich das Vertrauen großer Teile der bürgerlichen Kräfte und auch der Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) – eine wichtige Basis, um zwischen den traditionell bürgerlichen Mitgliedern im Rat und der  der Sozialdemokraten, die die Mehrheit im Stadtparlament hatten, zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kieler Wirtschaft, die bis dahin einseitig auf die Kriegsmarine und die Rüstungswerften zugeschnitten war, musste – wie in Rüstringen – auf Friedensproduktion umgestellt werden. Dazu wurde z. B. der Bau ziviler Hafenanlagen forciert. Es entstanden der Hafen in [[Voßbrook]] und mit ihm der [[Flughafen Kiel|Flughafen Kiel-Holtenau]], der Freihafen auf dem Gelände des ehemaligen Marinekohlenhofs in der Wik und der Nordhafen am [[Nord-Ostsee-Kanal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänger der Gartenstadt-Bewegung veranlasste Emil Lueken, zusammen mit Weggefährten aus Rüstringer Zeiten, [[Willy Hahn]] und [[Leberecht Migge]], den Ausbau des [[Grüngürtel]]s um Kiel, den Bau erster Gartenstädte, wie z. B. die Nebenerwerbssiedlung Hammer, und Verbesserungen für das eng und ärmlich bebaute [[Großer Kuhberg|Kuhbergviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überregionalen Einfluss erwarb er sich im Deutschen Städtetag, in dessen Vorstand er saß, und im Verein für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik, dessen Vorsitzender er von [[1922]] bis [[1933]] war. Besonders in Fragen der kommunalen Haushalts- und Finanzpolitik machte er sich einen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1925]] trat Lueken in die Deutsche Volkspartei (DVP) ein. Er war gemäßigt national eingestellt, und seine liberale Wirtschaftsauffassung brachte ihn zunehmend in Gegensatz zu den Sozialdemokraten, die aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Gesamtlage stärkeres direktes finanzielles Engagement für Arbeitslose forderten - wofür eine neue Verschuldung erforderlich gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[1932]] seine Wiederwahl anstand, verfügte Emil Lueken über keine sichere Mehrheit im Stadtparlament, das jetzt den Oberbürgermeister wählte. Trotzdem wurde er gegen die Stimmen der SPD und NSDAP für weitere zwölf Jahre im Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[NSDAP]] siegte bei der Reichstagswahl am [[5. März]] [[1933]] und verstärkte den Druck auf den Oberbürgermeister. Er sollte die sozialdemokratischen Stadträte vorzeitig entlassen. Emil Lueken beugte sich diesen Forderungen nicht und wollte zumindest die Kommunalwahl am [[12. März]] abwarten. Aufgrund dieser Haltung wurde er am [[10. März]] vom NSDAP-Kreisleiter [[Walter Behrens]] aus dem Amt entfernt, das dieser dann ohne demokratische Legitimation selbst übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1920 Ehrenbürger von Rüstringen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wilhelmshaven.de/stadtinfos/13145.htm Dr. Emil Lueken – Internetportal der Stadt Wilhelmshaven]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großkreuz des isländischen Falken&amp;lt;ref&amp;gt;„vor 1951“ lt. Freitag, Hans-Henning: &#039;&#039;Lueken, Emil Heinrich Wilhelm.&#039;&#039; In: Rothert, Hans-F. (Hg.): &#039;&#039;Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten&#039;&#039;, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1954 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* In Wilhelmshaven wurde die &#039;&#039;Emil-Lueken-Straße&#039;&#039; im Stadtteil Altengroden-Süd nach ihm benannt. &lt;br /&gt;
* [[2002]] wurde eine Brücke über den [[Kleiner Kiel|Kleinen Kiel]] [[Emil-Lueken-Brücke]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Freitag, Hans-Henning: &#039;&#039;Lueken, Emil Heinrich Wilhelm.&#039;&#039; In: Rothert, Hans-F. (Hg.): &#039;&#039;Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten&#039;&#039; (Sonderveröffentlichung 55 der [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V.|Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]], Neumünster 2006), ISBN 3-529-02749-9, S. 207-210&lt;br /&gt;
* Korfmacher, Norbert: &#039;&#039;Mitgliederverzeichnis der Bremischen Bürgerschaft 1946 bis 1996&#039;&#039; (Kommunalpolitik, Bd. 1), (LIT-Verlag, Münster 1997), ISBN 3-8258-3212-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel.de/kultur/stadtarchiv/erinnerungstage/index.php?id=50 Kieler Stadtarchiv, 20. März 1961 Todestag von Emil Lueken]&lt;br /&gt;
* {{WP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste OberbürgermeisterInnen von Kiel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]] [[Kategorie:Gestorben 1961]] [[Kategorie:Mann]] [[Kategorie:Politiker]] [[Kategorie:Emil-Lueken-Brücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lueken, Emil}}&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lueken, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lueken, Emil Heinrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (FDP), MdBB, Oberbürgermeister von Kiel&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Oldenburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. März 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Bremen&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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