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	<title>Kiel-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Hornheim&amp;diff=62168</id>
		<title>Hornheim</title>
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		<updated>2024-05-03T15:48:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:E5:9F26:F700:A8:24A1:4E0:7632: /* Weitere Nutzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Hornheim&#039;&#039;&#039; war eine Nervenheilanstalt, die der Nervenarzt &#039;&#039;Peter Willers Jessen&#039;&#039; (1793-1875) am 1. Oktober 1845 in Kiel begründet hatte. Sie befand sich am Nordhang des [[Vieburger Gehölz]]es und war Deutschlands erste psychiatrische Privatklinik. Nach seinem Tod wurde die Klinik bis 1898 von seinem gleichnamigen Sohn weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jessen war bereits von 1820 bis 1845 ärztlicher Leiter der Schleswiger Irrenanstalt gewesen, hatte vorher in Göttingen und Berlin studiert und war 1820 in Kiel zum Dr. med. promoviert worden. Mit dem Namen seiner Klinik ehrte er seine akademischen Lehrer Ernst Horn und Ernst Ludwig Heim. Sie lag, auf das heutige Straßennetz abgebildet, am oberen Ende der Straße [[Lübscher Baum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Mit seiner Klinik verwirklichte er ein damals innovatives Therapiekonzept, das von der bloßen Verwahrung der Kranken und der Anwendung von Zwangsmitteln absah. Stattdessen setzte er auf eine differenzierte Therapie, die eine genaue Diagnose voraussetzte und auf einem Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten beruhte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klinik richtete sich an &amp;quot;Gemüths- und Nervenkranke aus den gebildeten Ständen&amp;quot;, also an eine gut situierte Bevölkerungsschicht. Das war insofern neu, als dass wohlhabende Patienten damals die Verhältnisse in &amp;quot;Irrenhäusern&amp;quot; ablehnten und sich lieber zu Hause behandeln ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept war erfolgreich. Die Klinik war weitgehend ausgelastet und die Patienten blieben dort im Mittel für fünf bis sechs Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornheim_mit_Garten.jpg|mini|right|Das Hornheim, im Hintergrund die Kieler Förde und die Altonaer Bahn (Lithographie von W. Satessen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauliche Anlage ==&lt;br /&gt;
Jessen hatte bereits in seiner Schleswiger Zeit ein Kätnerstelle in [[Moorsee]] erworben, um dort eine Klinik zu errichten. Die Anlage bestand aus drei Gebäuden und einem französischen Garten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jessen wohnt mit seiner Familie im Erdgeschoss des Haupthauses, seitich davon standen baugleich das Männerhaus mit einer Werkstatt und das Frauenhaus mit der Waschküche, beide mit jeweils 23 Krankenzimmern. Die gesamte Anlage war mitsamt dem Garten nach Süden, zum Vieburger Gehölz hin ausgerichtet; Nebengebäude wie Schuppen und Gärtnerhaus befanden sich am Waldrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nach Jessens Tod gab es in Deutschland inzwischen etliche psychiatrische Privatkliniken. Sein Sohn führte die Klinik mit mäßigem Erfolg fort und gab den Betrieb 1898 auf, als die Kieler Universität bereits eine eigene psychiatrische Klinik einrichtete. Die Gebäude verfielen bis 1905 weitgehend ungenutzt. Jessen bewohnte zwar noch das Haupthaus, aber das Gelände diente als Kiesgrube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 wurden die Krankengebäude abgerissen und das Gelände wurde mit Wohnhäusern bebaut. Lediglich das Hauptgebäude blieb stehen. Dort richtete der italienischstämmige &#039;&#039;Peter Panizzi&#039;&#039; eine Seidenspinnerzucht ein, später führte sein Bruder &#039;&#039;Grisante Panizzi&#039;&#039; dort ein Fuhrunternehmen. 1945 wurde das Hauptgebäude bei einem Bombenangriff zerstört. 1961 wurde die Ruine beseitigt; heute stehen dort Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hornheimer Riegel]]&lt;br /&gt;
* [[Hornheimer Weg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankenhaus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:E5:9F26:F700:A8:24A1:4E0:7632</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Schulensee_(See)&amp;diff=62167</id>
		<title>Schulensee (See)</title>
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		<updated>2024-05-03T15:45:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2003:E5:9F26:F700:A8:24A1:4E0:7632: /* Geomorphologie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Schulensee&#039;&#039;&#039; ist ein 13&amp;amp;nbsp;ha großer Flachwassersee, der von der [[Eider]] durchflossen wird. Die Stadtgrenze Kiels zur südlichen Nachbargemeinde [[Molfsee]] durchquert den See ungefähr entlang des Eiderdurchflusses. Außerdem fließt ihm von Osten die [[Poppenbrügger Au]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name wird mit dem niederdeutschen Wort &#039;&#039;schuulen&#039;&#039;, sich verbergen, in Verbindung gebracht. Demnach handelt es sich um den &#039;&#039;verborgenen See&#039;&#039;. Im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gut Schulenhof stellt sich allerdings die Frage, ob das Gut seinen Namen vom See bekommen hat oder umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Laur, Wolfgang: &amp;quot;Historisches Ortsnamenslexikon von Schleswig-Holstein&amp;quot;, Neumünster (Wachholtz), 1992, ISBN 3-529-02726-X, S. 588&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Deutung&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, Hartmut: &#039;&#039;&amp;quot;Chronik von Molfsee&amp;quot;&#039;&#039;, Gemeinde Molfsee (Hrsg.), Molfsee 1998, o. ISBN, S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt; leitet den Namen vom niederdeutschen &#039;&#039;school&#039;&#039; (flach, seicht) her, was sich auf die geringe Wassertiefe beziehen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie ==&lt;br /&gt;
Der See liegt in einem Becken, das durch die Gletscher der Saale- und der Weichsel-Kaltzeit (früher &amp;quot;Eiszeit&amp;quot;) geschaffen wurde. Schon die Saale-Kaltzeit hatte vor 300&amp;amp;nbsp;000 bis 130&amp;amp;nbsp;000 Jahren eine Schmelzwasserrinne geschaffen, die dem heutigen Bett der Eider von ihrer Quelle bis zum Schulensee folgte, dann aber weiter zur Ostsee führte. Die wesentliche Prägung bekam der Kieler Raum jedoch durch die Weichsel-Kaltzeit (vor 80&amp;amp;nbsp;000 bis 15&amp;amp;nbsp;000 Jahren). Ihre Gletscher schoben von Norden her die Endmoräne des [[Hornheimer Riegel]]s auf und verlegten dem Wasser den Abfluss zur Ostsee. Dadurch staute sich ein See auf, der den heutigen Schulensee genauso wie den [[Drachensee]] umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser See hatte ursprünglich zwei Abflüsse nach Westen: einen im heutigen Eiderverlauf und einen zweiten der weiter nördlich über den [[Vorderer Russee|Vorderen Russee]], den verlandeten Hinteren Russee und die heutige Seenkette aus [[Ihlsee]] und Hansdorfer See führte. Mit der Senkung des Wasserspiegels wurden Schulensee und Drachensee am [[Hamburger Baum]] voneinander getrennt. Dem Schulensee blieb als Abfluss die heute zur Nordsee fließende Eider; der Drachensee entwässert heute über den Vorderen Russee und die [[Kuhfurtsau]] zur Eider bei [[Mielkendorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dunker, Ilse: &#039;&#039;Ein Blick in die Vorgeschichte von Schulensee&#039;&#039; in Kommunalverein Schulensee-Rammsee (Hrsg.): &amp;quot;Chronik von Schulensee&amp;quot;, Kiel (Schmidt &amp;amp; Klaunig) 1961&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlandung ==&lt;br /&gt;
Bei einer Regulierung der Eider in den 1920er-Jahren wurden am Eidereinfluss in den See auf beiden Seiten Pfähle in den Seegrund gerammt und mit Faschinen verbunden, um der Eider ein Bett zu schaffen und ihre Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Dadurch sollte verhindert werden, dass sich die von der Eider mitgeführten Schwebstoffe wegen der langsamen Fließgeschwindigkeit auf dem Seegrund sammelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde deutlich, dass der Schulensee dennoch zunehmend an Wassertiefe verlor. Möglicherweise hatte dazu auch beigetragen, dass der Wasser- und Bodenverband die Eider und den See mit einem Bagger vom Schlick befreite und das Räumgut im See links und rechts der Faschinenreihe ablagerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 bescheinigte ein Gutachten, dass der See seit dem Beginn des Jahrhunderts 35&amp;amp;nbsp;ha seiner Wasserfläche verloren habe und kalkulierte, dass er in rund 100 Jahren vollständig verlandet sein würde. Daraufhin bildete sich ein &#039;&#039;&amp;quot;Kuratorium zur Rettung das Schulensees&amp;quot;&#039;&#039;, das über fast zehn Jahre um die Finanzierung rang, bis endlich 1981 eine Ausbaggerung geschehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, a.a.O., S. 276-280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Barth, Jürgen: &#039;&#039;&amp;quot;Die Sanierung des Schulensees - eine Nachbetrachtung&amp;quot;&#039;&#039;, in Kommunalverein Molfsee (Hrsg.): &#039;&#039;Jahresblätter des Kommunalvereins Molfsee&#039;&#039;, 1981, S. 56-60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiderkrug ==&lt;br /&gt;
Als letztes Haus der Hamburger Chaussee in Kiel befindet sich am Ausfluss der Eider aus dem Schulensee die Gaststätte &#039;&#039;Eiderkrug&#039;&#039;. Die Ausflugsgaststätte besteht dort schon seit 1898 und lag damals weit außerhalb der Stadt, zumal die Straßenbahn bis 1918 nur bis zur [[Waldwiese]] fuhr und die restlichen 2,5&amp;amp;nbsp;km zu Fuß bewältigt werden mussten. Dennoch war sie sowohl als Tanzlokal als auch wegen ihrer Seewiese und ihres Bootverleihs sehr gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jütwarder ==&lt;br /&gt;
Das Messtischblatt von 1879 zeigt im damals noch wesentlich größeren See eine gut 3&amp;amp;nbsp;ha große Insel mit dem Namen &#039;&#039;Jütwarder&#039;&#039;. Diese Insel ist heute durch die Verlandung als Halbinsel mit dem Meimersdorfer Ufer des Sees verbunden. Sie gehörte ehemals als &#039;&#039;Jedten Warder&#039;&#039; zum Gut Schulenhof (niederdeutsch &#039;&#039;Jed&#039;&#039;=Ziege; &#039;&#039;Warder&#039;&#039;=Insel).&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, a.a.O., S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Jütwarder befinden sich noch immer eine Handvoll Bombentrichter. Sie entstanden im Zweiten Weltkrieg bei der wiederholten Bombardierung des Kieler Wasserwerks Schulensee in der [[Hamburger Chaussee]], das rund 400&amp;amp;nbsp;m nördlich davon liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute trägt eine Straße im Molfseer Ortsteil Schulensee diesen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Der See ist seit 1986 ein Teil des 69&amp;amp;nbsp;ha großen Naturschutzgebiets &#039;&#039;Schulensee und Umgebung&#039;&#039;. Es umfasst außer der Seefläche auch ufernahe Randstreifen und größere Landflächen im Süden und Norden des Sees.&amp;lt;ref&amp;gt;Details zum [https://schleswig-holstein.nabu.de/natur-und-landschaft/nabu-schutzgebiete/schulensee-umgebung/02993.html Naturschutzgebiet bei schleswig-holstein.nabu.de], abgerufen am 2. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Befahren des Sees ist für Wasserwanderer nur als Durchfahrt im Verlauf der Eider zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gewässer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:E5:9F26:F700:A8:24A1:4E0:7632</name></author>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Schulensee_(See)&amp;diff=62166</id>
		<title>Schulensee (See)</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Schulensee&#039;&#039;&#039; ist ein 13&amp;amp;nbsp;ha großer Flachwassersee, der von der [[Eider]] durchflossen wird. Die Stadtgrenze Kiels zur südlichen Nachbargemeinde [[Molfsee]] durchquert den See ungefähr entlang des Eiderdurchflusses. Außerdem fließt ihm von Osten die [[Poppenbrügger Au]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name wird mit dem niederdeutschen Wort &#039;&#039;schuulen&#039;&#039;, sich verbergen, in Verbindung gebracht. Demnach handelt es sich um den &#039;&#039;verborgenen See&#039;&#039;. Im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gut Schulenhof stellt sich allerdings die Frage, ob das Gut seinen Namen vom See bekommen hat oder umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Laur, Wolfgang: &amp;quot;Historisches Ortsnamenslexikon von Schleswig-Holstein&amp;quot;, Neumünster (Wachholtz), 1992, ISBN 3-529-02726-X, S. 588&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Deutung&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, Hartmut: &#039;&#039;&amp;quot;Chronik von Molfsee&amp;quot;&#039;&#039;, Gemeinde Molfsee (Hrsg.), Molfsee 1998, o. ISBN, S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt; leitet den Namen vom niederdeutschen &#039;&#039;school&#039;&#039; (flach, seicht) her, was sich auf die geringe Wassertiefe beziehen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie ==&lt;br /&gt;
Der See liegt in einem Becken das durch die Gletscher der Saale- und der Weichsel-Kaltzeit (früher &amp;quot;Eiszeit&amp;quot;) geschaffen wurde. Schon die Saale-Kaltzeit hatte vor 300&amp;amp;nbsp;000 bis 130&amp;amp;nbsp;000 Jahren eine Schmelzwasserrinne geschaffen, die dem heutigen Bett der Eider von ihrer Quelle bis zum Schulensee folgte, dann aber weiter zur Ostsee führte. Die wesentliche Prägung bekam der Kieler Raum jedoch durch die Weichsel-Kaltzeit (vor 80&amp;amp;nbsp;000 bis 15&amp;amp;nbsp;000 Jahren). Ihre Gletscher schoben von Norden her die Endmoräne des [[Hornheimer Riegel]]s auf und verlegten dem Wasser den Abfluss zur Ostsee. Dadurch staute sich ein See auf, der den heutigen Schulensee genauso wie den [[Drachensee]] umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser See hatte ursprünglich zwei Abflüsse nach Westen: einen im heutigen Eiderverlauf und einen zweiten der weiter nördlich über den [[Vorderer Russee|Vorderen Russee]], den verlandeten Hinteren Russee und die heutige Seenkette aus [[Ihlsee]] und Hansdorfer See führte. Mit der Senkung des Wasserspiegels wurden Schulensee und Drachensee am [[Hamburger Baum]] voneinander getrennt. Dem Schulensee blieb als Abfluss die heute zur Nordsee fließende Eider; der Drachensee entwässert heute über den Vorderen Russee und die [[Kuhfurtsau]] zur Eider bei [[Mielkendorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dunker, Ilse: &#039;&#039;Ein Blick in die Vorgeschichte von Schulensee&#039;&#039; in Kommunalverein Schulensee-Rammsee (Hrsg.): &amp;quot;Chronik von Schulensee&amp;quot;, Kiel (Schmidt &amp;amp; Klaunig) 1961&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlandung ==&lt;br /&gt;
Bei einer Regulierung der Eider in den 1920er-Jahren wurden am Eidereinfluss in den See auf beiden Seiten Pfähle in den Seegrund gerammt und mit Faschinen verbunden, um der Eider ein Bett zu schaffen und ihre Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Dadurch sollte verhindert werden, dass sich die von der Eider mitgeführten Schwebstoffe wegen der langsamen Fließgeschwindigkeit auf dem Seegrund sammelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde deutlich, dass der Schulensee dennoch zunehmend an Wassertiefe verlor. Möglicherweise hatte dazu auch beigetragen, dass der Wasser- und Bodenverband die Eider und den See mit einem Bagger vom Schlick befreite und das Räumgut im See links und rechts der Faschinenreihe ablagerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 bescheinigte ein Gutachten, dass der See seit dem Beginn des Jahrhunderts 35&amp;amp;nbsp;ha seiner Wasserfläche verloren habe und kalkulierte, dass er in rund 100 Jahren vollständig verlandet sein würde. Daraufhin bildete sich ein &#039;&#039;&amp;quot;Kuratorium zur Rettung das Schulensees&amp;quot;&#039;&#039;, das über fast zehn Jahre um die Finanzierung rang, bis endlich 1981 eine Ausbaggerung geschehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, a.a.O., S. 276-280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Barth, Jürgen: &#039;&#039;&amp;quot;Die Sanierung des Schulensees - eine Nachbetrachtung&amp;quot;&#039;&#039;, in Kommunalverein Molfsee (Hrsg.): &#039;&#039;Jahresblätter des Kommunalvereins Molfsee&#039;&#039;, 1981, S. 56-60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiderkrug ==&lt;br /&gt;
Als letztes Haus der Hamburger Chaussee in Kiel befindet sich am Ausfluss der Eider aus dem Schulensee die Gaststätte &#039;&#039;Eiderkrug&#039;&#039;. Die Ausflugsgaststätte besteht dort schon seit 1898 und lag damals weit außerhalb der Stadt, zumal die Straßenbahn bis 1918 nur bis zur [[Waldwiese]] fuhr und die restlichen 2,5&amp;amp;nbsp;km zu Fuß bewältigt werden mussten. Dennoch war sie sowohl als Tanzlokal als auch wegen ihrer Seewiese und ihres Bootverleihs sehr gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jütwarder ==&lt;br /&gt;
Das Messtischblatt von 1879 zeigt im damals noch wesentlich größeren See eine gut 3&amp;amp;nbsp;ha große Insel mit dem Namen &#039;&#039;Jütwarder&#039;&#039;. Diese Insel ist heute durch die Verlandung als Halbinsel mit dem Meimersdorfer Ufer des Sees verbunden. Sie gehörte ehemals als &#039;&#039;Jedten Warder&#039;&#039; zum Gut Schulenhof (niederdeutsch &#039;&#039;Jed&#039;&#039;=Ziege; &#039;&#039;Warder&#039;&#039;=Insel).&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrandt, a.a.O., S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Jütwarder befinden sich noch immer eine Handvoll Bombentrichter. Sie entstanden im Zweiten Weltkrieg bei der wiederholten Bombardierung des Kieler Wasserwerks Schulensee in der [[Hamburger Chaussee]], das rund 400&amp;amp;nbsp;m nördlich davon liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute trägt eine Straße im Molfseer Ortsteil Schulensee diesen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Der See ist seit 1986 ein Teil des 69&amp;amp;nbsp;ha großen Naturschutzgebiets &#039;&#039;Schulensee und Umgebung&#039;&#039;. Es umfasst außer der Seefläche auch ufernahe Randstreifen und größere Landflächen im Süden und Norden des Sees.&amp;lt;ref&amp;gt;Details zum [https://schleswig-holstein.nabu.de/natur-und-landschaft/nabu-schutzgebiete/schulensee-umgebung/02993.html Naturschutzgebiet bei schleswig-holstein.nabu.de], abgerufen am 2. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Befahren des Sees ist für Wasserwanderer nur als Durchfahrt im Verlauf der Eider zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gewässer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:E5:9F26:F700:A8:24A1:4E0:7632</name></author>
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