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Der '''Alte Kieler Bahnhof''' war, von einem Interimsbahnof abgesehen, der erste Bahnhof Kiels <!-- laut Manfred Slawski, gab es einen allerersten bei der Marthastraße; ggf. modifizieren --> und der Vorläufer des heutigen [[Hauptbahnhof]]s. Er lag in der Vorstadt, am Beginn der Straße [[Klinke]]
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Der '''Alte Kieler Bahnhof''' war, von einem Interimsbahnof abgesehen, der erste Bahnhof Kiels <!-- laut Manfred Slawski, gab es einen allerersten bei der Marthastraße; ggf. modifizieren --> und der Vorläufer des heutigen [[Hauptbahnhof]]s. Er lag in der Vorstadt, am südlichen Ende der Straße [[Klinke]]
  
 
== Die [[Altona-Kieler_Eisenbahn-Gesellschaft|König Christian VIII. Ostseebahn]] ==
 
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Kiel war eine der ersten deutschen Städte, die einen Bahnanschluss und damit auch einen Bahnhof bekamen. Nach 1835 waren die ersten Bahnverbindungen entstanden, meist kürzere Strecken, aber gegen Ende des Jahrzehnts wurden auch längere Strecken geplant und gebaut. Ab 1841 war mit dem Bau der 106 km langen Eisenbahnstrecke von Kiel nach Altona begonnen worden. Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Probleme und Bürgerproteste dagegen gab es damals auch. Aber am [[18. September]] [[1844]] erfolgte die erste Fahrt eines Zuges von Altona nach Kiel.
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Kiel war eine der ersten deutschen Städte, die einen Bahnanschluss und damit auch einen Bahnhof bekamen. Nach 1835 waren die ersten Bahnverbindungen entstanden, meist kürzere Strecken, aber gegen Ende des Jahrzehnts wurden auch längere Strecken geplant und gebaut. Ab 1841 war mit dem Bau der 106&nbsp;km langen Eisenbahnstrecke von Kiel nach Altona begonnen worden. Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Probleme und Bürgerproteste dagegen gab es damals auch. Aber am [[18. September]] [[1844]] konnte die erste Fahrt eines Zuges von Altona nach Kiel erfolgten.
  
Die Bahn verkürzte die Fahrzeit zwischen Altona und Kiel gegenüber der Landstraße von zehn auf drei Stunden. Gemeinsam mit der 1856 eröffneten Bahnverbindung zwischen Kopenhagen und Korsör auf der dänischen Insel Seeland und der Fährverbindung zwischen Korsör und Kiel waren damit die beiden größten Städte im [[Dänischer Gesamtstaat|dänischen Gesamtstaat]], Kopenhagen und Altona, durch eine leistungsfähige Verkehrsverbindung verknüpft.
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Die Bahn verkürzte die Fahrzeit zwischen Altona und Kiel gegenüber Fahrt mit der Postkutsche auf der Landstraße von zehn auf drei Stunden. Gemeinsam mit der später (1856) eröffneten Bahnverbindung zwischen Kopenhagen und Korsör auf der dänischen Insel Seeland und der Fährverbindung zwischen Korsör und Kiel waren damit die beiden größten Städte im [[Dänischer Gesamtstaat|dänischen Gesamtstaat]], Kopenhagen und Altona, durch eine leistungsfähige Verkehrsverbindung verknüpft.
  
 
== Die Bahnhofsanlage ==
 
== Die Bahnhofsanlage ==
  
Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Bahnlinie war der Kieler Endbahnhofs noch nicht fertig gestellt. Daher begannen und endeten die Zugfahrten zunächst in einem Interimsbahnhof auf Höhe der [[Marthastraße]].  
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Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Bahnlinie war der Kieler Endbahnhof noch nicht fertig gestellt. Daher begannen und endeten die Zugfahrten zunächst in einem Interimsbahnhof auf Höhe der [[Marthastraße]].
  
Erst im Jahr 1846 war der Bau des Kieler Bahnhofs abgeschlossen. Er lag außerhalb des engeren Stadtgebietes in der Vorstadt, direkt an der Förde. Dort wurde ein Anleger für Post- und Frachtschiffe geschaffen, die zwischen Kiel und Kopenhagen (später Korsør) pendelten. Zeitgenössische Darstellungen zeigen einen überdachten Bahnsteig und ein zweigeschossiges Flachdachgebäude mit zwei kleinen Türmen. In der Bahnhofshalle gab es zwei Gleise, je eines für abfahrende und eines für ankommende Züge.
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Erst 1846 war der Bau des Kieler Bahnhofs abgeschlossen. Er lag außerhalb des engeren Stadtgebietes in der Vorstadt, direkt an der Förde. Dort wurde ein Anleger für Post- und Frachtschiffe geschaffen, die zunächst zwischen Kiel und Kopenhagen (später Kiel und Korsør) pendelten. Zeitgenössische Darstellungen zeigen einen überdachten Bahnsteig und ein zweigeschossiges Flachdachgebäude mit zwei kleinen Türmen. In der Bahnhofshalle gab es zwei Gleise, je eines für abfahrende und eines für ankommende Züge.
  
Am Anfang der 1860er-Jahre wurde der Bahnhof umgebaut. Das Flachdach wurde durch ein Walmdach ersetzt, die Türme zurückgebaut. Links neben dem Hauptgebäude wurde ein Eingangsportal gebaut; das Gebäude selber wurde als Hotel und Restaurant genutzt. Bilder von 1865 (Bild 3 und 4) zeigen den Bahnhof sowohl mit dem Ziegelteich gegenüber als auch vom Ziegelteich aus gesehen.
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Das Bahnhofsgelände setzte sich nach Osten zum Hafen hin fort und reichte im Norden bis zur heute nicht mehr vorhandenen [[Jensenstraße]]. Es bot Platz für ein Kohlenlager und zum Abstellen von Waggons. Außerdem gab es dort eine Vorrichtung zum Wenden der Loks.
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Noch vor dem Bahnhofsgebäude war bereits das Gleis der Hafenbahn in Betrieb gegangen. Es zweigte kurz vor dem Bahnhof auf die Kaistraße ab und führte auf einer Drehbrücke über denn Bootshafen.
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Am Anfang der 1860er-Jahre wurde der Bahnhof umgebaut. Das Flachdach wurde durch ein Walmdach ersetzt, die Türme zurückgebaut. Links neben dem Hauptgebäude wurde ein Eingangsportal geschaffen; das Gebäude selber wurde als Hotel und Restaurant genutzt. Bilder von 1865 (Bild 3 und 4) zeigen den Bahnhof sowohl mit dem gegenüber liegenden Ziegelteich gegenüber als auch vom Ziegelteich aus gesehen.
  
 
== Das Bahnhofsumfeld ==
 
== Das Bahnhofsumfeld ==
Nördlich des Bahnhofs befand sich ein altes Speichergebäude (der Brauersche Speicher), welches an der heute nicht mehr vorhandenen [[Jensenstraße]] stand. Das Bahnhofsgelände setzte sich nach Osten zum Hafen hin fort und reichte im Norden bis zur Jensenstraße.
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Nördlich des Bahnhofs befand sich jeseits der Jensenstraße ein altes Speichergebäude (der Brauersche Speicher) sowie das Hauptpostamt. Ab 1872 das ersetzte das Hotel Germania (Bild 5) den Brauerschen Speicher. Am hafenseitigen Ende der Jensenstraße fuhren die Postschiffe ab (Bild 6).
 
 
Das Gelände bot Platz für ein Kohlenlager und zum Abstellen von Waggons. Außerdem gab es dort eine Vorrichtung zum Wenden der Loks. An der Nordseite der Jensen Straße befanden sich das Hauptpostamt und ab 1872 das Hotel Germania (Bild 5), welches den Brauerschen Speicher ersetzt hatte. Außerdem fuhren hafenseitig der Jensenstraße die Postschiffe ab (Bild 6).
 
  
 
Am Ende der 60er Jahre wurde der Ziegelteich zugeschüttet und 1878 wurde auf der dadurch entstandenen Fläche das [[Thaulow-Museum]] errichtet, welches 1911 einen Erweiterungsbau erhielt.
 
Am Ende der 60er Jahre wurde der Ziegelteich zugeschüttet und 1878 wurde auf der dadurch entstandenen Fläche das [[Thaulow-Museum]] errichtet, welches 1911 einen Erweiterungsbau erhielt.
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== Das Ende des Bahnhofs und die Entwicklung bis heute ==  
 
== Das Ende des Bahnhofs und die Entwicklung bis heute ==  
  
Im Laufe der Zeit wuchs die Stadt immer mehr und der Bahnhof wurde zu klein. Ab 1899 stand der neue Bahnhof mit zunächst vier, später sechs Gleisen an seinem jetzigen Standort gegenüber der Ringstraße (Bild 11) und der alte Bahnhof und das Hotel wurden anderweitig genutzt. Im Jahr 1905 wurde der alte Bahnhof abgerissen, an seiner Stelle entstand in Erinnerung an Herzog Friedrich VIII. der Augustenburger Platz (Bild 12). Nur Teile der alten Bahnhofsfläche wurden bebaut, etwa mit dem Haus Viktoriaeck (1907), welches dort heute noch steht.
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Mit dem immer stärkeren Wachstum der Stadt wurde der Bahnhof im Lauf der Zeit zu klein. Im letzten Fünftel des 19. Jahrhunderts wurden die Planungen konkret. Im Herbst 1895 begann der Bau und ab 1899 stand dann der neue [[Hauptbahnhof]] mit zunächst vier, später sechs Gleisen an seinem jetzigen Standort gegenüber der [[Ringstraße]] (Bild 11).
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Der alte Bahnhof und das Hotel wurden noch für einige Jahre anderweitig genutzt. Im Jahr 1905 wurde der alte Bahnhof abgerissen; an seiner Stelle entstand in Erinnerung an Herzog Friedrich VIII. der Augustenburger Platz (Bild 12). Nur Teile der alten Bahnhofsfläche wurden bebaut, etwa mit dem Haus Viktoriaeck (1907), welches dort heute noch steht.
  
 
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Hauptgebäude des Thaulow-Museums zerstört. Es wurde 1949 abgebrochen. Der Erweiterungsbau wurde Ende 1970 abgerissen. Das Gebäude der Post und das Hotel Germania fielen den Bomben zu Opfer, ebenso fast vollständig die Straße Klinke. Ein Teil der Fläche des Augustenburger Platzes wurde in den 50er Jahren überbaut (Bild 13), der Rest des Platzes wurde zum Stresemannplatz, durchzogen von der Straße Ziegelteich. Heute führt daher eine städtische Hauptverkehrsstraße über das Gelände und nichts erinnert mehr daran, dass hier einmal der erste Bahnhof Kiels stand (Bild 14)
 
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Hauptgebäude des Thaulow-Museums zerstört. Es wurde 1949 abgebrochen. Der Erweiterungsbau wurde Ende 1970 abgerissen. Das Gebäude der Post und das Hotel Germania fielen den Bomben zu Opfer, ebenso fast vollständig die Straße Klinke. Ein Teil der Fläche des Augustenburger Platzes wurde in den 50er Jahren überbaut (Bild 13), der Rest des Platzes wurde zum Stresemannplatz, durchzogen von der Straße Ziegelteich. Heute führt daher eine städtische Hauptverkehrsstraße über das Gelände und nichts erinnert mehr daran, dass hier einmal der erste Bahnhof Kiels stand (Bild 14)

Version vom 21. März 2021, 13:21 Uhr

Zeitgenössische Darstellung des Kieler Bahnhofs, um 1845

Der Alte Kieler Bahnhof war, von einem Interimsbahnof abgesehen, der erste Bahnhof Kiels und der Vorläufer des heutigen Hauptbahnhofs. Er lag in der Vorstadt, am südlichen Ende der Straße Klinke

Die König Christian VIII. Ostseebahn

Kiel war eine der ersten deutschen Städte, die einen Bahnanschluss und damit auch einen Bahnhof bekamen. Nach 1835 waren die ersten Bahnverbindungen entstanden, meist kürzere Strecken, aber gegen Ende des Jahrzehnts wurden auch längere Strecken geplant und gebaut. Ab 1841 war mit dem Bau der 106 km langen Eisenbahnstrecke von Kiel nach Altona begonnen worden. Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Probleme und Bürgerproteste dagegen gab es damals auch. Aber am 18. September 1844 konnte die erste Fahrt eines Zuges von Altona nach Kiel erfolgten.

Die Bahn verkürzte die Fahrzeit zwischen Altona und Kiel gegenüber Fahrt mit der Postkutsche auf der Landstraße von zehn auf drei Stunden. Gemeinsam mit der später (1856) eröffneten Bahnverbindung zwischen Kopenhagen und Korsör auf der dänischen Insel Seeland und der Fährverbindung zwischen Korsör und Kiel waren damit die beiden größten Städte im dänischen Gesamtstaat, Kopenhagen und Altona, durch eine leistungsfähige Verkehrsverbindung verknüpft.

Die Bahnhofsanlage

Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Bahnlinie war der Kieler Endbahnhof noch nicht fertig gestellt. Daher begannen und endeten die Zugfahrten zunächst in einem Interimsbahnhof auf Höhe der Marthastraße.

Erst 1846 war der Bau des Kieler Bahnhofs abgeschlossen. Er lag außerhalb des engeren Stadtgebietes in der Vorstadt, direkt an der Förde. Dort wurde ein Anleger für Post- und Frachtschiffe geschaffen, die zunächst zwischen Kiel und Kopenhagen (später Kiel und Korsør) pendelten. Zeitgenössische Darstellungen zeigen einen überdachten Bahnsteig und ein zweigeschossiges Flachdachgebäude mit zwei kleinen Türmen. In der Bahnhofshalle gab es zwei Gleise, je eines für abfahrende und eines für ankommende Züge.

Das Bahnhofsgelände setzte sich nach Osten zum Hafen hin fort und reichte im Norden bis zur heute nicht mehr vorhandenen Jensenstraße. Es bot Platz für ein Kohlenlager und zum Abstellen von Waggons. Außerdem gab es dort eine Vorrichtung zum Wenden der Loks.

Noch vor dem Bahnhofsgebäude war bereits das Gleis der Hafenbahn in Betrieb gegangen. Es zweigte kurz vor dem Bahnhof auf die Kaistraße ab und führte auf einer Drehbrücke über denn Bootshafen.

Am Anfang der 1860er-Jahre wurde der Bahnhof umgebaut. Das Flachdach wurde durch ein Walmdach ersetzt, die Türme zurückgebaut. Links neben dem Hauptgebäude wurde ein Eingangsportal geschaffen; das Gebäude selber wurde als Hotel und Restaurant genutzt. Bilder von 1865 (Bild 3 und 4) zeigen den Bahnhof sowohl mit dem gegenüber liegenden Ziegelteich gegenüber als auch vom Ziegelteich aus gesehen.

Das Bahnhofsumfeld

Nördlich des Bahnhofs befand sich jeseits der Jensenstraße ein altes Speichergebäude (der Brauersche Speicher) sowie das Hauptpostamt. Ab 1872 das ersetzte das Hotel Germania (Bild 5) den Brauerschen Speicher. Am hafenseitigen Ende der Jensenstraße fuhren die Postschiffe ab (Bild 6).

Am Ende der 60er Jahre wurde der Ziegelteich zugeschüttet und 1878 wurde auf der dadurch entstandenen Fläche das Thaulow-Museum errichtet, welches 1911 einen Erweiterungsbau erhielt.

Das Ende des Bahnhofs und die Entwicklung bis heute

Mit dem immer stärkeren Wachstum der Stadt wurde der Bahnhof im Lauf der Zeit zu klein. Im letzten Fünftel des 19. Jahrhunderts wurden die Planungen konkret. Im Herbst 1895 begann der Bau und ab 1899 stand dann der neue Hauptbahnhof mit zunächst vier, später sechs Gleisen an seinem jetzigen Standort gegenüber der Ringstraße (Bild 11).

Der alte Bahnhof und das Hotel wurden noch für einige Jahre anderweitig genutzt. Im Jahr 1905 wurde der alte Bahnhof abgerissen; an seiner Stelle entstand in Erinnerung an Herzog Friedrich VIII. der Augustenburger Platz (Bild 12). Nur Teile der alten Bahnhofsfläche wurden bebaut, etwa mit dem Haus Viktoriaeck (1907), welches dort heute noch steht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hauptgebäude des Thaulow-Museums zerstört. Es wurde 1949 abgebrochen. Der Erweiterungsbau wurde Ende 1970 abgerissen. Das Gebäude der Post und das Hotel Germania fielen den Bomben zu Opfer, ebenso fast vollständig die Straße Klinke. Ein Teil der Fläche des Augustenburger Platzes wurde in den 50er Jahren überbaut (Bild 13), der Rest des Platzes wurde zum Stresemannplatz, durchzogen von der Straße Ziegelteich. Heute führt daher eine städtische Hauptverkehrsstraße über das Gelände und nichts erinnert mehr daran, dass hier einmal der erste Bahnhof Kiels stand (Bild 14)

Besondere Ereignisse

Der Bahnhof war ein Ort wichtiger und weniger wichtiger Ereignisse.

  • Am 7. August 1861 reiste der Schriftsteller Jules Verne, mit der Fähre von vom Korsör kommend, mit dem Zug nach Altona weiter. Dieser erste von zwei Besuchen Jules Vernes in Kiel bekam erst später eine gewisse Bedeutung. Denn es handelte sich dabei lediglich um eine Durchreise und Verne war damals als Autor noch weitgehend unbekannt.[1]
  • Im Dezember 1863 zogen die deutschen Bundestruppen über das Sophienblatt in die Stadt Kiel ein und wurden am Bahnhof von der Bevölkerung begrüßt. Diese Szene wurde auf einem zeitgenössischen Holzstich festgehalten (Bild 9).
  • Wenig später ließ sich Herzog Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein aus dem Haus Augustenburg vor dem Bahnhof zum Herrscher von Schleswig-Holstein ausrufen und huldigen (Bild 10): Dies blieb allerdings folgenlos, weil seine Ambitionen am Widerstand Bismarcks scheiterten.


Sonstiges

Bilder

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Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jules Vernes Bezüge zu Kiel bei kiel-maritim.de, abgerufen am 15. März 2021