Asmus-Bremer-Umschlag-Bahn: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Kiel museum tram 250 inside the depot braunschweiger verkehrs-ag 2012.jpeg|mini|right|Der ehemalige Beiwagen der Asmus-Bremer-Bahn als Museumswagen 250 im Depot in Braunschweig<ref>Bildquelle: https://en.sporvognsrejser.dk/photos/braunschweig-2012-07; Foto: Henrik Boye, mit freundlicher Genehmigung des Bildautors</ref>]]
Am 20. November 1984 wurde der gesamte Zug nach Braunschweig verkauft. Die dortige Straßenbahn ist seit der Einstellung des Straßenbahnbetriebs in Kiel im Jahr 1985 die einzige deutsche Straßenbahn mit der seltenen Spurweite von 1100&nbsp;mm.
Am 20. November 1984 wurde der gesamte Zug nach Braunschweig verkauft. Die dortige Straßenbahn ist seit der Einstellung des Straßenbahnbetriebs in Kiel im Jahr 1985 die einzige deutsche Straßenbahn mit der seltenen Spurweite von 1100&nbsp;mm.


Der Motorwagen 198 wurde verschrottet; der Beiwagen 62 verkehrt dort nach wie vor als Museumswagen 250.
Der Motorwagen 198 wurde verschrottet; der Beiwagen 62 verkehrt dort nach wie vor als Museumswagen 250.
== Einzelnachweise ==
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<!-- Dorothea Catharina (Heike-Louise?) Bremer  
<!-- Dorothea Catharina (Heike-Louise?) Bremer  

Version vom 3. Mai 2021, 10:53 Uhr

Die Asmus-Bremer-Umschlag-Bahn war eine Garnitur aus zwei dafür besonders hergerichteten historischen Straßenbahnwagen Sie befuhr von 1976 bis 1984 während des Kieler Umschlags die sogenannte Katastrophenschleife.

Die Bahn wurde am 5. Februar 1976 in der Eggerstedtstraße vor der Flämischen Straße von einer Schauspielerin als Ehefrau von Asmus Bremer unter musikalischer Begleitung durch das Blasorchester der VVK, der damaligen Holding aus den Unternehmen KVAG und Stadtwerke Kiel mit der obligatorischen Flasche Sekt getauft.

Beim Kieler Umschlag am unmittelbar folgenden Wochenende befuhr die Umschlag-Bahn bereits die sogenannte Katastrophenschleife vom Bootshafen über Eggerstedtstraße, Schloßgarten, Brunswiker Straße, Bergstraße, Holstenbrücke und wieder zum Bootshafen. Die nostalgische Rundfahrt kostete 50 Pfennige; die Fahrscheine wurden wie anno dunnemals von einem Schaffner verkauft.

Der Zug bestand aus dem Motorwagen 198 der KVAG (hergestellt 1951 bei DÜWAG, Düsseldorf) und dem Beiwagen 62 (1939, Waggonfabrik Uerdingen). Er war äußerlich von Studenten der Muthesius Kunsthochschule in verschiedenen Grüntönen bemalt worden. Innen war er mit Gardinen und einem Kassettenrecorder für die Musikübertragung ausgestattet.

Die Asmus-Bremer-Bahn erfreute sich bei den Besuchern des Kieler Umschlags von 1976 bis 1984 großer Beliebtheit. Darüber hinaus wurde die Bahn auch für Sonderfahrten vermietet. Insofern handelt es sich um einen frühen Vertreter der Partbahnen.

Beim Kieler Umschlag 1984 verkehrte die Bahn dann zum letzten Mal, allerdings erstmals ohne Beiwagen.

Verbleib

Der ehemalige Beiwagen der Asmus-Bremer-Bahn als Museumswagen 250 im Depot in Braunschweig[1]

Am 20. November 1984 wurde der gesamte Zug nach Braunschweig verkauft. Die dortige Straßenbahn ist seit der Einstellung des Straßenbahnbetriebs in Kiel im Jahr 1985 die einzige deutsche Straßenbahn mit der seltenen Spurweite von 1100 mm.

Der Motorwagen 198 wurde verschrottet; der Beiwagen 62 verkehrt dort nach wie vor als Museumswagen 250.

Einzelnachweise

  1. Bildquelle: https://en.sporvognsrejser.dk/photos/braunschweig-2012-07; Foto: Henrik Boye, mit freundlicher Genehmigung des Bildautors