Marinefliegergeschwader 5: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kiel Wiki
(Ender verschob die Seite Marinefliegergeschwader 5 nach MFG 5-Areal: Verschoben, um Platz für einen historischen Artikel zu machen)
 
(+ Commons)
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
#WEITERLEITUNG [[MFG 5-Areal]]
+
[[Datei:MFG-5.svg|mini|hochkant|Geschwaderwappen von 1975 bis 2013]]
 +
Das '''Marinefliegergeschwader 5''' ('''MFG 5''') ist ein Hubschraubergeschwader der Deutschen Marine, das von 1958 bis 2013 auf dem [[Flughafen Kiel|Kieler Flughafen]] beheimatet war.<ref>{{WP}}</ref>
 +
 
 +
== Geschichte ==
 +
Im Jahr 1956 ist die Bundesrepublik Deutschland der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation beigetreten und hat damit das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt (Chicagoer Abkommen) akzeptiert. Mit diesem Abkommen war man verpflichtet, einen Rettungsdienst für Luftnotfälle im eigenen Hoheitsgebiet bereitzustellen. Da aber einerseits die für eine Schaffung eines zivilen Rettungsdienstes erforderlichen finanziellen Mittel nicht vorhanden waren und andererseits die gerade gegründete Bundeswehr ohnehin einen solchen Dienst zur Rettung von Besatzungen in Seenot geratener Schiffe einzurichten hatte, entschloss man sich, die Streitkräfte mit dieser Aufgabe zu betrauen.
 +
 
 +
Am [[1. Juli]] [[1958]] wurde die ''Marine-Seenotstaffel'' offiziell in Dienst gestellt. 1959 erfolgte eine Umbenennung in ''Marine-Dienst- und Seenotgruppe'', die zu diesem Zeitpunkt aus Gruppenstab, Technischer Staffel und Horststaffel bestand. Für den Flugbetrieb stand dem Geschwader neben dem eigenen Hubschrauberlandeplatz die Landebahn des Flughafens Kiel zur Verfügung. Die Helikopter bildeten die 1. und die Flächenflugzeuge die 2. Fliegende Staffel.
 +
 
 +
Zum 1. Oktober wurde die Gruppe in ''Marine-Dienst- und Seenotgeschwader'' umbenannt. Zu Beginn war die Staffel unter anderem mit fünf Flugbooten des Typs Grumman HU-16 ''Albatros'' ausgerüstet, die bis 1971 zum Einsatz kamen. 1963 wurde das Geschwader mit Hubschraubern vom Typ Sikorsky S-58 (H-34) verstärkt und es bekam seinen heutigen Namen ''Marinefliegergeschwader 5''. Als 1975 der letzte Sikorsky-Hubschrauber ins Deutsche Museum in München überführt wurde, übernahm der Seaking (MK 41) den Such- und Rettungsdienst.
 +
 
 +
Im Jahr 2009 waren einundzwanzig Seaking SAR-Hubschrauber in Dienst; das MFG 5 wurde von insgesamt eintausend Soldaten und Zivilbeschäftigten betrieben.
 +
 
 +
Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde beschlossen, das MFG 5 von Kiel nach Nordholz zu verlegen. Der Umzug begann im Juni 2012 und wurde im November 2012 abgeschlossen. Am [[22. August]] [[2012]] fand anlässlich des Umzugs ein Abschiedsempfang auf dem Marinefliegerhorst Kiel-Holtenau statt. Das ''„Fly-Out“'' aus Kiel wurde am [[6. November]] [[2012]] durchgeführt.
 +
 
 +
Am [[28. März]] [[2013]] verabschiedeten sich die Marineflieger mit der Übergabe des Schlüssels und der Bundesdienstflagge endgültig vom Standort Kiel-Holtenau.
 +
 
 +
== Bilder ==
 +
; Kommandeure
 +
<gallery>
 +
Kommandeurswechsel 1963.jpg|1963: der scheidende Kommandeur Kapitän zur See Hans Hefele (5.v.l.) übergibt an den neuen Kommandeur Flottillenadmiral Heinrich Mahlke (2.v.l.)
 +
Kommandeurswechsel 1966.jpg|1966: v.l.n.r.: neuer Kommandeur Kapitän zur See Berthold Jung, Befehlshaber der Flotte Vizeadmiral Heinrich Gerlach, scheidender Kommandeur Flottillenadmiral Heinrich Mahlke
 +
Kommandeurswechsel 1975.jpg|1975: Kapitän zur See Hilmar Schneider (am Rednerpult) verlässt das Geschwader, Fregattenkapitän Bernd Schäfer (1.v.l.) übernimmt das Kommando
 +
</gallery>
 +
 
 +
; Technische Ausstattung
 +
<gallery>
 +
Tag der Flotte 1964.jpg|Albatross beim Tag der Flotte, 1964
 +
Flugboot 1971.jpg|Grumman HU-16 Albatross, 1971
 +
Sikorsky 1975.jpg|Sikorsky H 34, 1975
 +
Sikorsky Nordhafen 1975.jpg|Ausgemusterte Sikorsky bei der Verladung im [[Nordhafen]], 1975
 +
Seaking Besatzung1974.jpg|Indienststellung der Seaking-Hubschrauber, 1974
 +
Seaking Schilksee 1974.jpg|Präsentation eines Seaking vor dem [[Olympiazentrum]], 1974
 +
FL10 1976.jpg|Flugsicherungsboot FL 10 (Y 862), 1976
 +
</gallery>
 +
 
 +
== Siehe auch ==
 +
* [[MFG 5-Areal]]
 +
 
 +
== Weblinks ==
 +
{{Commonscat|Marinefliegergeschwader 5 (Kiel-Holtenau)|3=s}}
 +
 
 +
== Einzelnachweise ==
 +
<references />
 +
[[Kategorie:Holtenau]] [[Kategorie:MFG 5]]

Aktuelle Version vom 2. Juli 2018, 07:33 Uhr

Geschwaderwappen von 1975 bis 2013

Das Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5) ist ein Hubschraubergeschwader der Deutschen Marine, das von 1958 bis 2013 auf dem Kieler Flughafen beheimatet war.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1956 ist die Bundesrepublik Deutschland der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation beigetreten und hat damit das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt (Chicagoer Abkommen) akzeptiert. Mit diesem Abkommen war man verpflichtet, einen Rettungsdienst für Luftnotfälle im eigenen Hoheitsgebiet bereitzustellen. Da aber einerseits die für eine Schaffung eines zivilen Rettungsdienstes erforderlichen finanziellen Mittel nicht vorhanden waren und andererseits die gerade gegründete Bundeswehr ohnehin einen solchen Dienst zur Rettung von Besatzungen in Seenot geratener Schiffe einzurichten hatte, entschloss man sich, die Streitkräfte mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Am 1. Juli 1958 wurde die Marine-Seenotstaffel offiziell in Dienst gestellt. 1959 erfolgte eine Umbenennung in Marine-Dienst- und Seenotgruppe, die zu diesem Zeitpunkt aus Gruppenstab, Technischer Staffel und Horststaffel bestand. Für den Flugbetrieb stand dem Geschwader neben dem eigenen Hubschrauberlandeplatz die Landebahn des Flughafens Kiel zur Verfügung. Die Helikopter bildeten die 1. und die Flächenflugzeuge die 2. Fliegende Staffel.

Zum 1. Oktober wurde die Gruppe in Marine-Dienst- und Seenotgeschwader umbenannt. Zu Beginn war die Staffel unter anderem mit fünf Flugbooten des Typs Grumman HU-16 Albatros ausgerüstet, die bis 1971 zum Einsatz kamen. 1963 wurde das Geschwader mit Hubschraubern vom Typ Sikorsky S-58 (H-34) verstärkt und es bekam seinen heutigen Namen Marinefliegergeschwader 5. Als 1975 der letzte Sikorsky-Hubschrauber ins Deutsche Museum in München überführt wurde, übernahm der Seaking (MK 41) den Such- und Rettungsdienst.

Im Jahr 2009 waren einundzwanzig Seaking SAR-Hubschrauber in Dienst; das MFG 5 wurde von insgesamt eintausend Soldaten und Zivilbeschäftigten betrieben.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde beschlossen, das MFG 5 von Kiel nach Nordholz zu verlegen. Der Umzug begann im Juni 2012 und wurde im November 2012 abgeschlossen. Am 22. August 2012 fand anlässlich des Umzugs ein Abschiedsempfang auf dem Marinefliegerhorst Kiel-Holtenau statt. Das „Fly-Out“ aus Kiel wurde am 6. November 2012 durchgeführt.

Am 28. März 2013 verabschiedeten sich die Marineflieger mit der Übergabe des Schlüssels und der Bundesdienstflagge endgültig vom Standort Kiel-Holtenau.

Bilder[Bearbeiten]

Kommandeure
Technische Ausstattung

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]