Elisabeth-Gloeden-Ring

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Elisabeth-Gloeden-Ring

Ort
Kiel
PLZ
24145
Stadtteil
Wellsee
Querstraßen
Kreisauer Ring
Nutzung
Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr

Der Elisabeth-Gloeden-Ring ist eine Seitenstraße des Kreisauer Rings in Wellsee. Die Sackgasse erschließt mit ihren Anschlusswegen einen Teil der dortigen Wohnsiedlung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name wurde am 25. November 1993 von der Ratsversammlung festgelegt.[1]

Er erinnert an Elisabeth Charlotte Gloeden, geb. Kuznitzky (* 19. Dezember 1903 in Köln; † 30. November 1944 in Berlin-Plötzensee) [2]

Elisabeth Gloeden war promovierte Juristin. In ihrer Wohnung in Berlin bot sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Mutter immer wieder politisch und rassistisch Verfolgten Unterschlupf. Insbesondere versteckten sie nach dem fehlgeschlagenen Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler den General Fritz Lindemann, der den Sprengstoff für das Attentat besorgt hatte. Am 3. September 1944 wurde das Versteck von der Gestapo aufgespürt.[3] Lindemann starb am 22. September an den Schussverletzungen, die er bei der Festnahme erlitten hate. Familie Gloeden wurde am 27. November 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und drei Tage später enthauptet.

Weblinks[Bearbeiten]

Kiel „Elisabeth-Gloeden-Ring“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-G. Hilscher: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch Dietrich Bleihöfer, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: August 2018. Abrufbar auf www.kiel.de oder als .pdf-Datei, ca. 1,5 MB
  2. Wikipedia: „Elisabeth Gloeden“
  3. Erlebnisbericht von Josepha von Koskull über die Verhaftung der Familie Gloeden beim Deutschen Historischen Museum