Wulfsbrook

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Der Wulfsbrook verbindet die Hamburger Chaussee mit der Rendsburger Landstraße und dem Winterbeker Weg

Geschichte[Bearbeiten]

Der Straßenname wurde durch den Hasseer Gemeinderat am 4. November 1908 beschlossen.

Er nimmt den Namen einer Flur auf, die ursprünglich Wulvesbrook hieß. Sie hatte einem Marquard Wulff gehört und war im Jahr 1462 (nach anderer Quelle 1402) an das Kloster St. Jürgen in Kiel gekommen.[1] Genau genommen handelt es sich dabei um den alten Namen des heutigen Stadtteils Gaarden-Süd. Denn es war nicht nur eine Flur, sondern das ganze Dorf, aus dem der Stadtteil Gaarden-Süd hervorgegangen ist, welches von Marquard Wulff damals verkauft wurde.[2]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Nr. 29: ev.-luth. Michaeliskirche

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Nr. 9: Nuac, Sicherheitstechnik und Schlüsseldienst
  • Nr. 13: Zelt-Haase
  • Nr. 32: Kindertagesstätte Waldwiesenzwerge

Historische Unternehmen[Bearbeiten]

  • Nr. 32: Eine Filiale der Post

Besonderheiten[Bearbeiten]

Türportal Wulfsbrook 30
Monogramm­feld (D,L,F) über der Tür

Das Haus Nr. 30, gegenüber der Michaeliskirche, besitzt ein klinkerkeramisches Türportal mit einem Monogrammfeld am Türsturz, das von dem Kieler Künstler Alwin Blaue (1896-1958) geschaffen wurde.

Dieses Haus ließ sich 1934 der praktische Arzt Dr. Dietrich Frehse (1893-1954) als Wohnhaus und für seine Praxis bauen. Seine Wohnung befand sich vorher im Haus Rendsburger Landstraße 29, dem Gebäude der Hasseer Post, heute Mädchentreff Rela. Die Praxis führte er bis dahin im Haus der Roland-Apotheke in der Rendsburger Landstraße 79.

Links und rechts vom Eingang zeigen zwei vor die Fassade gesetzte qudratische Säulen jeweils an drei Seiten bildliche Darstellungen von Tieren und Menschen. Die innere Seite der Säule auf der rechten Seite enthält mit einer Aeskulapschlange und weiteren Symbolen der ärztlichen Tätigkeit einen Hinweis auf die dort untergebrachte Arztpraxis. Die fast lebensgroße bebrillte männliche Figur scheint eine Porträtdarstellung von Dr. Frehse selbst zu sein.

Das Monogrammfeld lässt die Jahreszahl 1934 und die geschwungenen Buchstaben D, L und F erkennen. Dr. Dietrich Frehses Witwe Luise (1903-1995) bewohnte das Haus noch im Jahr 1959.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kiel „Wulfsbrook“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-G. Hilscher: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch Dietrich Bleihöfer, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: August 2018. Abrufbar auf www.kiel.de oder als .pdf-Datei, ca. 1,5 MB
  2. Zum Verkauf des Dorfes Wulvesbrook bei gaardian.org, gelesen am 12. August 2017